(drinktec) München, 24.08.2009
Die drinktec 2009 bietet auf 132.000 m² einen kompletten Überblick: Aus- und Einpackmaschinen, Sammelpackmaschinen, Be- und Entpalettierer, Abräumer, Fördereinrichtungen und Magazine werden ebenso gezeigt wie Kommissionieranlagen, Lagersysteme sowie Flurförder- und Transportfahrzeuge. Darüber hinaus dreht sich im Forenprogramm der drinktec am Dienstag, 15. September, alles um das Thema „Umwelt und Verpackung“ (Forum 1 der Halle A2). „Praxisbetrieb: Abfüll- und Verpackungsanlagen“ lautet ein Themenblock mit mehreren Vorträgen am Mittwoch, 16. September, ebenfalls im Forum 1 der Halle A2. Alle Vorträge werden simultan auf deutsch und englisch übersetzt.
Eine große Bandbreite von Verpackungs-Möglichkeiten wird heutzutage von der Industrie, letztlich vom Handel bzw. den Verbrauchern, gefordert: Dosen, Glas- oder Kunststoff-Behälter in Wrap-Around-Kartons im Volleinschlag mit oder ohne Gefache, im Tray mit oder ohne Folie, auf einem Pad als Kartonunterlage in Folie, in Vollpappe eingepackt oder als reine Shrinkverpackung ohne Pad oder Tray. Besonders diese Schrumpfverpackungen sind weit verbreitet und – ein „gewichtiges“ Argument in Zeiten des Carbon Footprint – vergleichsweise energiesparend. Je dünner eine Folie ist, umso höher sind die Einsparungen. Deswegen geht hier die Entwicklung hin zu extrem dünnen Folien. Der Trend zur Materialeinsparung gilt aber generell für alle Verpackungsmaterialien, auch das wird die drinktec 2009 untermauern.
Die zur Herstellung der Shrinkpacs notwendigen Verpackungsmaschinen werden von den Maschinenbauern ständig weiter optimiert, und zwar im Hinblick auf gute Zugänglichkeit, schnelle Umstellbarkeit, gute Reproduzierbarkeit, Verbesserung des Schrumpfvorgangs für eine hohe Schrumpfqualität und eben die Energiereduzierung.
Multipack-Anlagen andererseits werden beispielsweise für Wrap-Around-, Flaschenclip- und Basket-Verpackungen angeboten. Kontinuierlich laufende Multipack-Packmaschinen stellen Dosen, Glas- oder Kunststoffbehälter in Formationen zusammen und falten anschließend flache Kartonzuschnitte aus Vollpappe um die Behälter.
Damit die Anwender auch für zukünftige Aufgabenstellungen möglichst flexibel eingerichtet sind, werden Verpackungsmaschinen teilweise in Modulbauweise konstruiert. So wird eine gewünschte Umrüstung von Verpackungstechnik künftig noch einfacher, kann die technische Lösung mit den Anforderungen des Anwenders schlichtweg mitwachsen. Natürlich kommt auch der klassische Setzpacker vornehmlich bei Mehrwegsystemen, sprich für Flaschenkästen, noch zum Einsatz.
Vor der endgültigen Palettierung müssen die gerade hergestellten Einweggebinde zu palettierfähigen Lagen zusammengestellt werden. Hierzu sind verschiedene Systeme der effizienten und flexiblen Gebindegruppierung entwickelt worden. Die Gruppierung wird entweder mit Robotersystemen oder mittels Drehstationen realisiert. Wesentlich ist dabei auch die zunehmend gefragte Realisierung von Kommissionieraufgaben, mit der verschiedene Sorten als Produktmix auf einer Palette zusammengestellt werden können.
Bei den Palettiermaschinen begünstigt der Trend zu flexiblen Verpackungseinheiten den Einsatz von Robotern. Je vielfältiger die Pack- und Palettieraufgabe ist, umso interessanter wird der Roboter mit seiner Multifunktionalität, mit der er Zusatzaufgaben übernehmen kann, wie Zwischenlagen einlegen oder Paletten bereitstellen. Zu den Einsatzmöglichkeiten und dem Potential von Servicerobotern referiert Kai Pfeiffer vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung am Mittwoch, 16. September, von 15.00 bis 15.30 Uhr im drinktec-Forum der Halle A2.
Gerade für Hochleistungen ist dagegen die konventionelle Maschinentechnik mit ihrer lagenweisen Verarbeitung weiterhin eine gute Alternative zur Robotertechnik. Letzter Schritt der Endverpackung ist die Sicherung der Vollpalette mit Bändern, Schnüren, Wickelfolien oder Schrumpffolien.
Der Blick auf den Status quo zeigt: Es gibt eine enorme Vielzahl von Endverpackungsvarianten und die entsprechende Maschinentechnik dazu. Auf der drinktec 2009 werden alle diese Entwicklungen im direkten Vergleich zu sehen sein. Die Besucher dürfen auf viele innovative Verfahren gespannt sein.
Die drinktec ist die Weltmesse für Getränke- und Liquid Food Technologie und damit die wichtigste Veranstaltung der Branche. Hersteller (Zulieferer) aus aller Welt, darunter weltweit operierende Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen, treffen auf alle großen Produzenten und Händler für Getränke und Liquid Food. In der Branche gilt die drinktec als Premierenplattform für Weltneuheiten. Ihre Rolle als weltweit führende Leitmesse bezieht die drinktec auch daraus, dass sie die gesamte Prozesskette abbildet. Die Hersteller präsentieren die neuesten Technologien für die Herstellung, Abfüllung und Verpackung von Getränken aller Art bis hin zu Liquid Food – Rohstoffe und logistische Lösungen inklusive. Ein Markenzeichen der drinktec ist, dass ganze Anlagen, Systeme und Maschinen mit großem Aufwand komplett aufgebaut und in Funktion gezeigt werden – so etwas gibt es in dieser Form nur auf der drinktec. Zur drinktec 2009, die vom 14. bis 19. September 2009 auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfindet, werden rund 1.500 Aussteller aus etwa 70 Ländern sowie rund 70.000 Besucher aus mehr als 160 Ländern erwartet.