(Deutsches Weininstitut) Mainz, 10.09.2009
„Sofern wir in den nächsten Wochen die trocken-stabile Wetterlage behalten, können die Winzer in aller Ruhe den optimalen Lesezeitpunkt abwarten, was auf sehr aromatische und fruchtbetonte Weine in allen Qualitätsstufen hoffen lässt“, erläutert die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule. Warme Tage und kühle Nächte, wie sie derzeit vorherrschen, seien für die Aromenausprägung besonders förderlich, so Reule.
Die zu erwartenden Erntemengen werden in diesem Jahr wahrscheinlich etwas unter dem langjährigen Mittel von rund zehn Millionen Hektolitern liegen. Auch die beiden Vorjahresernten bewegten sich um diesen Wert. Der Grund für den verminderten Ertrag lag in der kühlen Witterung während der Rebblüte Anfang Juni, die zu einem geringeren Beerenansatz an den Trauben geführt hat. In den ostdeutschen Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut haben sich zudem die starken Winterfröste ertragsreduzierend ausgewirkt.
Derzeit werden die frühreifen Sorten wie etwa Müller-Thurgau sowie die Trauben für die Sektgrundweinbereitung gelesen. Ihnen folgen in den nächsten Wochen die übrigen Weiß- und Rotweinsorten. Deutschlands wichtigste Rebsorte Riesling reift von natur aus länger und wird nicht vor Ende September geerntet werden.