(Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW) Wädenswil, 12.11.2009
Als der Laborvergleich vor rund fünfzehn Jahren ins Leben gerufen wurde, war er bitter nötig: Dieselbe Probe ergab je nach Labor unterschiedliche Werte - die höchsten lagen um bis zu zweihundert Prozent höher als die niedrigsten. Dank des Laborvergleichs haben die beteiligten Labors ihre Methodik optimiert und so Jahr für Jahr genauere Resultate erzielt. Mittlerweile liegen die Werte der wichtigsten Weininhaltsstoffe bei allen beteiligten Labors innerhalb des analytischen Toleranzbereichs.
Die Bekanntgabe der Resultate aus den Laborvergleichsstudien geschieht am Weinanalytischen Kolloquium an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW. Bis zu diesem Zeitpunkt sind diverse Arbeiten zu leisten: Die Haute Ecole Valaisanne liefert jedem teilnehmenden Labor ein identisches Proben-Set, sammelt die Resultate und wertet sie statistisch aus. Den ACW-Experten obliegt es dann, die richtigen Schlüsse aus dieser Statistik zu ziehen und mit den Vertreterinnen und Vertretern der teilnehmenden Labors Verbesserungsmassnahmen zu diskutieren.
Doch nicht nur die fachliche Interpretation ist für die Labors wertvoll. Dank Hightech-Geräten ist es den ACW-Experten auch möglich, diverse Labormethoden zu überprüfen - schliesslich ist es sinnlos, wenn Labors ähnliche, aber falsche Werte erhalten.
Obwohl heute die Qualität der Weinanalytik in kantonalen und privaten Labors hohe Standards erreicht hat, gibt es dennoch Inhaltsstoffe wie etwa die Schweflige Säure, die schwer zu messen ist, weil sie rasch zerfällt. Hier können die ACW-Experten ihr Fachwissen einbringen, um die Messmethoden der Labors zugunsten der Konsumentinnen und Konsumenten weiter zu verbessern.