(Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung) München, 01.04.2010
Im Jahr 2009 haben die bayerischen Winzer gemäß den per EU-Verordnung vorgeschriebenen Meldungen zur Weinbaukartei gut 430 700 Hektoliter Wein und Traubenmost erzeugt. Dies waren 16 000 Hektoliter oder 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit schnitten die Winzer in Bayern besser ab als im übrigen Bundesgebiet, denn bundesweit verringerte sich die Weinerzeugung gegenüber 2008 um 7,6 Prozent.
79,2 Prozent der bayerischen Weinerzeugung entfielen auf Weißwein (341 300 Hektoliter), 20,8 Prozent (89 400 Hektoliter) auf Rotwein einschließlich Roséwein und Rotling. Gegenüber 2008 bedeutete dies ein Minus von 2,2 Prozent beim Weißwein und von 8,6 Prozent beim Rotwein.
Qualitativ war der 2009er jedoch ein Spitzenjahrgang. 85,8 Prozent (369 600 Hektoliter) der Gesamterzeugung konnten als Qualitätswein mit Prädikat (z.B. Kabinett, Spätlese, Auslese) und 13,8 Prozent (59 200 Hektoliter) als Qualitätswein b. A. (bestimmtes Anbaugebiet) deklariert werden, sodass lediglich 0,4 Prozent (1 800 Hektoliter) für Wein unterhalb der Qualitätsweinstufe verblieben. In den beiden vorangegangenen Jahren lag der Anteil der Prädikatsweine jeweils bei gut 60 Prozent. Auch 2009 blieb der Anteil der in Bayern erzeugten Prädikatsweine wieder deutlich über dem Bundesdurchschnitt von fast 40 Prozent. Während fast 60 Prozent der bayerischen Rotweine den Zusatz "mit Prädikat" erhielten, waren es bei den Weißweinen 92,6 Prozent.
Gut 99 Prozent (427 700 Hektoliter) der bayerischen Weinerzeugung stammten aus dem Anbaugebiet Franken, lediglich 0,7 Prozent (3 000 Hektoliter) aus den übrigen Gebieten (Untergebiete der Donau in der Oberpfalz und bayerischer Teil des Bodensees).
Zur deutschen Weinerzeugung des Jahres 2009 trugen die bayerischen Winzer fast 5 Prozent bei. Damit belegen sie mit deutlichem Abstand hinter Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, deren Winzer zusammen über neun Zehntel des deutschen Weins erzeugten, den dritten Platz. Mehr als doppelt so hoch war der Anteil Bayerns mit 10,1 Prozent jedoch bei den Prädikatsweinen.