Trunken müssen wir alle sein!
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;
Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend,
so ist es wundervolle Tugend.
Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
und Sorgenbrecher sind die Reben.
Solange man nüchtern ist,
gefällt das Schlechte;
wie man getrunken hat,
weiß man das Rechte.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Wenn man nicht trinken kann,
soll man nicht lieben;
Doch sollt ihr Trinker euch
nicht besser dünken,
wenn man nicht lieben kann,
soll man nicht trinken.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Lieb-, Lied- und Weines Trunkenheit,
Ob's nachtet oder tagt,
Die göttlichste Betrunkenheit,
Die mich entzückt und plagt.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Ohne Wein und ohne Weiber, hol' der Teufel uns're Leiber!
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Die stille Freude wollt ihr stören?
Laßt mich bei meinem Becher Wein;
Mit andern kann man sich belehren,
Begeistert wird man nur allein.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Ein Mädchen und ein Gläschen Wein,
sind die Retter in der Not,
denn wer nicht trinkt und wer nicht küßt,
der ist so gut wie tot.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen leiden,
Doch ihre Weine trinkt er gern.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832: Faust, Auerbachs Keller)
Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein!
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832: Faust, Auerbachs Keller)
Der Wein erfreut des Menschen Herz, und die Freudigkeit ist die Mutter aller Tugenden. Wenn Ihr Wein getrunken habt, seid Ihr alles doppelt, was Ihr sein sollt, noch einmal so leicht denkend, noch einmal so unternehmend, noch einmal so schnell ausführend.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832: Götz von Berlichingen, 1. Akt, Herberge im Wald)
Für Sorgen sorgt das liebe Leben
Und Sorgenbrecher sind die Reben.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832: Westöstlicher Divan)