Bei drei Dingen lernt man den Menschen kennen: In der Liebe, beim Spiel und beim Wein.
(Unbekannt)
Einen alten Wein zu genießen, das ist wie körperliche Liebe zu einer alten Dame. Es ist möglich; es kann sogar Vergnügen bereiten, aber es erfordert ein kleines bißchen Vorstellungskraft.
(André Tchelistcheff, kalifornischer Weinbauexperte, bei einer Verkostung 1971 in San Francisco)
Und Dichter sollen insgemein
Von Wahrheit, Liebe, Witz und Wein
Sehr gute Freunde und Kenner sein.
(Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769)
Ja, ja, der Wein, das ist mein Element
in seinen goldighellen Liebesfluten
will ich gesund die kranke Seele baden.
(Heinrich Heine, 1797-1856)
Der Rheinwein stimmt mich immer weich
und löst jedwedes Zerwürfnis
in meiner Brust, entzündet darin
der Menschenliebe Bedürfnis.
(Heinrich Heine, 1797-1856)
Wer niemals einen Rausch gehabt,
Der ist kein braver Mann;
Wer seinen Durst mit Achteln labt,
Fang lieber gar nicht an.
(Joachim Perinet, 1763-1816, deutscher Schriftsteller)
Trunken müssen wir alle sein!
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;
Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend,
so ist es wundervolle Tugend.
Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
und Sorgenbrecher sind die Reben.
Solange man nüchtern ist,
gefällt das Schlechte;
wie man getrunken hat,
weiß man das Rechte.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Wenn man nicht trinken kann,
soll man nicht lieben;
Doch sollt ihr Trinker euch
nicht besser dünken,
wenn man nicht lieben kann,
soll man nicht trinken.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)
Für Sorgen sorgt das liebe Leben
Und Sorgenbrecher sind die Reben.
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832: Westöstlicher Divan)
Wohlauf! noch getrunken
Den funkelnden Wein!
Ade nun, ihr Lieben!
Geschieden muss sein.
(Justinus Andreas Christian Kerner, 1786-1862, deutscher Arzt, Dichter und Autor)
Was ist des Lebens höchste Lust?
Die Liebe und der Wein.
(Joachim Perinet, 1763-1816, deutscher Schriftsteller)
In meinen Becher mit Wein ist ein Falter geflogen,
Trunken ergibt er sich seinem süßen Verderben,
Rudert erlahmend im Nass und ist willig zu sterben
Endlich hat ihn mein Finger herausgezogen.
So ist mein Herz, von deinen Augen verblendet,
Selig im duftenden Becher der Liebe versunken,
Willig zu sterben, vom Wein deines Zaubers betrunken,
Wenn nicht ein Wink deiner Hand mein Schicksal vollendet.
(Hermann Hesse, 1877-1962, deutsch-schweizerischer Dichter und Schriftsteller)
Eine Rebe verlangt soviel Zuwendung wie ein Neugeborenes.
(Georgisches Sprichwort)
Die Kultur des Weines ist diejenige, wo die Menschen sich kennenlernen wollen, statt sich zu bekämpfen.
(Inschrift im Haus des Weines, Bordeaux)